Online-Ausgabe der kulturpolitischen Zeitschrift


Literatur


Berlin-Brandenburg: Antje Wagner
erhält den ver.di-Literaturpreis

BERLIN. Die in Potsdam lebende Autorin Antje Wagner ist für ihr Jugendbuch „Unland“ (bei Bloomsbury) mit dem ver.di-Literaturpreis von Berlin-
Brandenburg ausgezeichnet worden, der mit einer Prämie von 5.000 Euro verbunden ist. Antje Wagner, 1974 in der Lutherstadt Wittenberg geboren, studierte deutsche und amerikanische Literatur- und Kunstwissenschaft. Seit 2001 schreibt sie als freie Schriftstellerin Romane und Erzählungen, sie arbeitet jedoch auch als Übersetzerin und für den Hörbuchbereich. Die Jury lobte an „Unland“ die „sprachliche Rasanz sowie inhaltliche Raffinesse“. | Foto: v. Polentz

VS-Erklärung: 400 Unterschriften
zum Schutz geistigen Eigentums

LEIPZIG. Durch die „Leipziger Erklärung zum Schutz geistigen Eigentums“ zur Buchmesse ist es dem Verband deutscher Schriftsteller gelungen, mit einem urheberrechtlichen Thema eine länderübergreifende kulturpolitische Diskussion zu entfachen. Die Nominierung eines von Plagiaten wimmelnden Titels für den Leipziger Buchpreis im März hatte für blankes Entsetzen bei Schreibenden, Verlagen, Lektoren und Literaturkritikern gesorgt, so dass die Resonanz der Erklärung auch in den überregionalen Medien nicht hätte größer sein können: „Wer die Verletzung der Urheberrechte, u. a. in Form von Plagiaten, als Originalität begreift, gefährdet letztendlich die geistige und materielle Basis allen kreativen Schaffens“, heißt es in dem Aufruf, „geistigen Diebstahl eindeutig zu verurteilen“. Über 400 Unterschriften stehen inzwischen unter der Erklärung, zu deren Erstunterzeichnern Claire Bayer, Horst Bosetzky, Uwe Friesel, Günter Grass, Günter Kunert, Dieter Lattmann, Sibylle Lewitscharoff, Erich Loest, Hinrich Schmidt-Henkel, Christa Wolf und natürlich der VS-Vorsitzende und Initiator Imre Török zählen. Die Erklärung, die für weitere Unterzeichner offen ist, findet man unter www.vs.verdi.de.

Autorenversorgung:
Mit 55 Antrag stellen

Das Autorenversorgungswerk der VG Wort wurde Ende 1995 aus finanziellen Gründen für Neuzugänge geschlossen. Durch die Nachzahlung für Multifunktionsgeräte konnte das „alte” AVW jetzt ausfinanziert werden. Für diese AVW-Zuschüsse zur Altersvorsorge müssen künftig also nicht mehr die aktuellen Einnahmen der VG Wort herangezogen werden. Sie dienen ab 2011 zur Finanzierung des AVW II, das am 1. Januar 2010 neu eröffnet wurde. Freie Autorinnen und Autoren, die über die KSK rentenpflichtversichert sind, können im 55. Lebensjahr einen Antrag auf Zuschuss zu einer Altersvorsorge wie Lebens- und Rentenversicherungen oder zu Sparverträgen stellen, deren Versicherungs- bzw. Anlagesumme zum Ende der Laufzeit mindestens 5.000 Euro betragen muss. Derzeit ist ein Zuschuss des AVW von mindestens 2.500 Euro vorgesehen. Für Autoren der Jahrgänge 1942 bis 1954, die bisher keine AVW-Zuschüsse erhalten haben, gibt es eine Sonderregelung. In Jahr 2010 können Autorinnen und Autoren der Geburtsjahrgänge 1942 bis 1944 und 1955 einen Antrag stellen. Die Auszahlungen erfolgen dann im November 2011. 
| lü







Diese pdf-Datei enthält die Vergütungsregeln für Belletristik und den Normvertrag, wie ihn der VS in ver.di empfiehlt.




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